Online Marketing

Online Marketing - was ist das eigentlich? Reicht es, eine Website zu haben? Oder muss man diese zusätzlich noch bei Google bewerben? Ist das schon Online-Marketing? Oder gehört vielleicht noch eine Social Media Kampagne mit dazu? Und wenn ja: besser bei Twitter, bei Facebook oder bei YouTube? Oder gleich überall? Brauche ich vielleicht auch noch eine App?

Online Marketing ist die Kombination von sinnvoll aufeinander abgestimmten und professionell umgesetzten Maßnahmen für mehr Sichtbarkeit im Netz. Welche Maßnahmen genau dazu erforderlich sind, das hängt von Ihrem Business, Ihrem Wettbewerb und Ihren Zielen ab. Okay: und nicht zuletzt auch von Ihrem Budget. Ohne kompetente Beratung werden Sie sich schwer tun, die richtige Lösung zu finden. Und ist diese erst einmal gefunden, müssen die Maßnahmen auch noch umgesetzt werden. Wir wollen die aus unserer Sicht wichtigsten Handlungsfelder des Online Marketings hier in aller Kürze vorstellen.

Online Marketing: Website

Zum Online-Marketing gehört auf jeden Fall eine Website, die den technischen und gestalterischen Anforderungen der Gegenwart genügt. Diese verändern sich laufend. Wenn Ihre Website also älter als drei oder vier Jahre ist, dann können Sie zunächst einmal davon ausgehen, dass Sie hier Nachholbedarf haben. Wichtigstes Kriterium einer Website ist, dass sie für die Ausgabe allen Geräten, also Desktop-Computern, Laptops, Tablets und Smartphones optimiert ist. Sie sollte daher im so genannten Responsive Webdesign erstellt sein. Der Server, auf dem die Website vorgehalten (gehostet) wird, erkennt, mit welchem Gerät die Seite aufgerufen wird und gibt automatisch die passende Version der Seite aus. Inhalte müssen so nur an einer Stelle erstellt und administeriert werden. Die Wichtigkeit dieser Anforderung möchten wir mit zwei Fakten unterstreichen:

  1. Google belohnt Seiten, die für die Ausgabe auf mobilen Endgeräten optimiert sind mit besseren Positionen bei den Suchergebnissen (bei gleicher Gewichtung der übrigen Google Ranking-Faktoren). Seiten, die nicht im Responsive Webdesign erstellt sind, werden dagegen von Google "abgestraft" und weiter hinten in den Suchergebnissen angezeigt.
  2. Die Internet-Nutzung hat in den vergangenen Jahren rapide zugenommen. Die Online-Nutzungsdauer auf Desktop-Rechnern und Laptops stagniert jedoch seit einiger Zeit. Starke Zuwächse gibt es derzeit nur noch bei der Internet-Nutzung per Smartphone und Tablet.

Wie suchen Sie im Internet? Richtig; über Google. Deshalb ist es auch das wichtigste Ziel für Ihr Unternehmen, mit Ihrer Website bei Google gefunden zu werden und so möglichst viele Besucher auf Ihre Website zu lotsen und diesen dort Ihre Angebote und Dienstleistungen bestmöglich zu präsentieren. Um Ihre Angebote gut zu präsentieren, brauchen Sie guten Content (= Inhalt). Text-, Bild- und Videocontent müssen seriös und ansprechend produziert werden. Ist guter Content erstellt, müssen Sie Google helfen, diesen zu finden und Sie müssen Google auch davon überzeugen, dass der Content gut und wertvoll für die Besucher ist.

Suchmaschinenoptimierung, Search Engine Optimization oder auch kurz SEO war lange Zeit eine Spezialdisziplin, die nur wenige Spezial-Agenturen beherrschten. Daher war es auch lange Zeit sehr teuer, bei Google auf der ersten Ergebnisseite zu landen. Inzwischen gibt es eine Reihe günstiger und hilfreicher Tools, die Unternehmen und Agenturen dabei helfen, die wichtigsten SEO-Hausaufgaben zu erledigen. Fachkenntnisse und Wissen über die Funktionsweise der Suchmaschinen und das Suchverhalten der Nutzer sind dabei immer noch erforderlich. Aber SEO ist kein Hexenwerk mehr und kann inzwischen mit wesentlich bescheideneren Etats realisiert werden. Neben guten Inhalten gehören Seitentitel (TITLE-Tags), eine klare Seitenstruktur, starke Überschriften (H1) sowie weitere Metaangaben (Description, ALT-Tags) dazu. Zur so genannten On-Page-Optimierung, also zu den Maßnahmen, die Sie auf Ihrer Seite durchführen können, gehört auch die interne Verlinkung. Sprechen Sie auf einer Seite über ein Produkt, dass auf einer anderen Seite genauer vorgestellt wird, dann stärken Sie diese andere Seite, indem Sie darauf verlinken. Da es ein Link VON Ihrer Seite AUF Ihre Seite ist, spricht man von "internen" Links. Externe Links sind von herausragender Bedeutung für Ihre Sichtbarkeit im Netz. Unter externen Links, gerne auch Backlinks genannt, versteht man Links, die von anderen Websites auf Ihre Seite verweisen. Google erkennt daran, dass Ihre Seite offenbar für andere Nutzer relevant ist, denn sonst hätten diese ja nicht auf Ihre Seite verlinkt. Je höher das Ansehen der Link-gebenden Seite Seit ist, desto höher auch die Strahlkraft für Ihre Reputation bei Google. Ein Backlink Ihres Kegelvereins ist schön, aber absolut betrachtet nicht allzu viel Wert. Verlinkt jedoch ein anerkanntes Fachmagazin von seiner hochfrequentierten Website und aus einem Artikel heraus, der sich exakt mit Ihrem Business befasst, auf Ihre Website, dann ist das ein sehr wertvoller Backlink. Je mehr Backlinks auf Ihre Seite zeigen, desto relevanter erscheint Ihre Seite für Google. Link-Portale erkennt der Google-Algorithmus. Sie sollten also auf keinen Fall Backlinks kaufen. Der kostenlose Eintrag in bestimmte Verzeichnisse und Branchenbücher ist jedoch durchaus lohnenswert. Welche Portale das sind, das wissen wir im Allgemeinen und Sie durch Ihr Branchen-Knowhow im Speziellen. Weitere "Off-Page"-Maßnahmen sind zum Beispiel Seiten, Accounts und Kanäle in den Sozialen Medien. Für Unternehmen, deren Kundschaft vornehmlich in einem kleinen Umkreis zum Unternehmensstandort anzutreffen ist, ist ein Google-MyBusiness-Eintrag die wichtige Maßnahme zur Off-Page-Optimierung. Gute MyBusiness-Einträge erscheinen an exponierter Stelle über oder neben den Anzeigen und organischen Suchergebnissen in der Kartendarstellung (Google-Maps).

Online Marketing: Social Media

Ob Social Media zusätzlich zur gerade genannten Off-Page-Optimierung auch noch zur direkten Kommunikation mit Kunden und Geschäftspartnern genutzt wird, hängt wiederum von Ihrem Business, Ihren Zielen und Ihrem Budget ab. Strategisches und planvolles Vorgehen ist hier unbedingte Voraussetzung. Vor technischen Fallstricken und peinlichen Anfängerfehlern schützt die Erfahrung einer seriösen Agentur. Außerdem nicht zu unterschätzen: der Personalaufwand in Ihrem Unternehmen. Auch, wenn Sie vieles an eine Agentur outsourcen können und wollen: ohne Input, Unterstütung und regelmäßigen Austausch ist keine wertvolle Social Media Kommunikation in Ihrem Namen möglich. Auch das Monitoring spielt bei Social Media eine große Rolle. Sie wollen doch schließlich wissen, was andere von Ihnen halten und über Sie sagen.

Online Marketing: Google Adwords & Social Media-Ads

Bislang haben wir hier nur über kostenloses Online Marketing gesprochen. Honorar für Agenturen, Software und weitere externe Dienstleister mal außen vor gelassen. Zusätzlich können Sie bei Google und auch in den Sozialen Medien auch noch kostenpflichtige Kampagnen schalten. Von Google-Adwords haben die meisten schon einmal gehört. Das Aufsetzen einer sinnvollen Kampagne und vor allem das Anpassen von Keywords und Budgets an das Suchverhalten der Nutzer sowie die Analyse und das Reporting sind dauerhafte und dynamische Aufgaben. Ohne Analyse, Optimierung und Reporting ist jede Kampagne sinnlos. Auch in den meisten sozialen Netzwerken kann man die Reichweite seiner Meldungen (=Posts) mit einem Werbebudget vergrößern und den Streuverlust minimieren. Hier gilt die Regel: wer sich auskennt, bekommt mehr für sein Geld.

Ob eine App für Ihr Unternehmen und Ihr Business sinnvoll ist, kann man pauschal nicht beantworten. Ohne wirklichen Mehrwert im Vergleich zur Website, erscheint die Notwendigkeit einer App erst einmal fragwürdig. Denn Ihre Seite ist ja responsive und damit für mobile Endgeräte optimiert und die meisten Smartphone-Besitzer sind durch Flatrates oder (öffentliches) WLAN ohnehin "always on".

Online Marketing: Reputationsmanagement

In Zeiten des Fachkräftemangels wollen immer mehr Unternehmen im Netz nicht nur Ihre Produkte und Dienstleistungen online vermarkten, sondern auch auf sich selbst als attraktiver Arbeitgeber hinweisen. Employer Branding, Online- und Social Media-Recruiting, Reputationsmanagement... ohne Anglizismen geht es leider in dieser noch relativ jungen Disziplin nicht. XING, kununu und LinkedIn sind hier die in Frage kommenden Sozialen Netzwerke. Kostenlose Unternehmensprofile oder (je nach Budget) kostenpflichtige "Employer Branding Profile" bieten die Möglichkeit, sich als Arbeitgeber ins rechte Licht zu rücken. Auch hier kann meine seine Botschaften und (kostenpflichtigen) Stellenanzeigen zusätzlich mit einem Werbebudget an noch mehr und noch passendere Empfänger senden und sogar direkt zu den Kandidaten Kontakt aufnehmen.

Online Marketing: Lead Nurturing und Inbound Marketing

Drehen Sie den Spieß um! Schicken Sie Ihre Werbebotschaften nicht länger aktiv in die Welt hinaus, sondern lassen Sie sich finden. Inbound Marketing ist recht aufwändig, aber dafür genial. Den Ablauf kann grob man vier Phasen unterteilen.

  • Anwerben

    • Definieren Sie Ihre Zielgruppen (Buyer Personas) und identifizieren Sie deren Problem bzw. Informationsbedarf.
    • Produzieren Sie Content, der sich mit genau diesen Problemen und Fragestellungen beschäftigt. Wichtig dabei: der Content soll hilfreich sein und nicht der Selbstbeweihräucherung dienen. Durch großzügig geteiltes Wissen erlangt man Vertrauen und einen Expertenstatus.
    • Veröffentlichen Sie den Content auf Ihrer Website oder in Ihrem Blog. Bewerben Sie den Content über alle Ihre Kommunikationskanäle.
    • Bieten Sie den Besuchern Ihrer Website/Ihres Blogbeitrages im Beitrag zusätzliche und wertvolle Mehrwerte (z.B. Whitepapers, e-books, Webinare) zum Thema.
    • Fragen Sie als Gegenleistung für diese Mehrwerte den Namen und die Emailadresse des Websitebesuchers ab und generieren Sie so Leads.
  • Umwandeln

    • Bedanken Sie sich bei den Leads für ihr Interesse und qualifizieren Sie diese Leads weiter. Das geht zum Beispiel durch E-Mail-Workflows oder Tracking-Technologien.
    • Bieten Sie weitere hilfreiche Inhalte an und klassifizieren Sie die Leads nach einem Punktesystem. So wissen Sie immer, ob der Lead sich weiter informiert oder ob Sie ihm noch weiteren hilfreichen Content schicken bzw. anbieten sollten.
  • Abschließen

    • Wenn Sie denken, dass der Lead kaufbereit ist, sollte der Kontakt an den Vertrieb übergeben werden. Dieser hat dann durch Ihr Lead-Nurturing wesentlich bessere und umfangreichere Informationen über den Kontakt und seine Bedürfnisse.
  • Pflegen

    • Bleiben Sie mit den Kunden auch nach Abschluss in Kontakt.
    • Bieten Sie ihnen zusätzliche Services, Ratschläge, weiteren guten Content, Dienstleistungen und Produkte an, aber nur solche, die sie wirklich brauchen können.
    • Wenn Ihr Lead-Nurturing erfolgreich war, machen Sie aus diesen Kunden Fürsprecher für Ihr Unternehmen.

Sie sind am Thema Online Marketing interessiert? Sie möchten sich gerne unverbindlich über die Möglichkeiten und die damit verbundenen Kosten und Aufwände einer Zusammenarbeit mit uns informieren? Wir freuen uns auf Ihre Nachricht!

Jetzt unverbindlich informieren!